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Besuch der Gedenkstätte Mauthausen 8S1

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Wenn ich heute gefragt werde, wie ich unseren Ausflug nach Mauthausen fand, fällt meine Antwort differenziert aus. Ich habe mich mit dem Thema Holocaust sowohl schulisch, als auch privat beschäftigt. Meine Antwort würde vermutlich lauten: „Jetzt habe ich auch einen realitätsnahen Bezug zu diesem dunklen Kapitel der Geschichte.“ Viel wusste ich über das Arbeitslager Mauthausen im Vorhinein nicht, nur dass eben Gefangene zur Arbeit gezwungen wurden und unmenschliche Lebensbedingungen herrschten. Am Anfang war mir nicht bewusst wie gut organisiert das Lager aufgebaut war. Den Nationalsozialisten war schon beim Bauen der Einrichtung bewusst, was hier zu geschehen hat und das ist besonders verwerflich. Es ist für mich wirklich schwer vorstellbar, dass Menschen dazu in der Lage sind, solche Vernichtungslager bewusst zu planen und dann auch zu realisieren. Leidtragende waren vor allem die jüdische Bevölkerungsgruppe, politische Gefangene und andere Personen die für das Regime unbequem waren.

Diese Zusammenfassung ist als Gedankenprotokoll zu verstehen, ergänzt mit Inhalten durch online-Recherche.

Gleich nach der Machtübernahme 1933 errichteten die Nationalsozialisten eine Vielzahl von Konzentrationslagern, in die sie zunächst vor allem politische Gegner (Sozialisten und Kommunisten) sperrten. Bald kamen andere Gruppen hinzu, vor allem Juden, Homosexuelle, Kriegsverweigerer, Roma und Sinti und politische Feinde. (Antisemitismus, Holocaust), Zeugen Jehovas und Angehörige anderer Minderheiten. In diesen Lagern mussten die Menschen schwer arbeiten, viele von ihnen starben an Unterernährung, Erschöpfung, Krankheiten oder Seuchen.

Nachdem auf der Wannseekonferenz 1942 die „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen worden war, errichteten die Nationalsozialisten auch Vernichtungslager, vor allem in Polen (z.B. Auschwitz). Wer kräftig genug war, wurde einem Arbeitskommando zugeteilt und meist zu Tode geschunden. Arbeitsunfähige, alte und kranke Menschen wurden sofort mit Giftgas in den Gaskammern ermordet und ihre Leichen daraufhin verbrannt. Viele Einwohner, die in der Nähe von einer dieser Anstalten lebten, verschlossen die Augen und beschlossen, nicht gegen das Regime zu handeln. Die Vernichtung der Juden wurde toleriert und der "Transport" zum Alltag. Es waren Gräueltaten, die unentschuldigbar und unvergesslich sind. Diese Zeit dient uns heutzutage als Warnung wozu Menschen unter bestimmten Umständen fähig sind.

Anbei eine Erläuterung der wichtigsten Begrifflichkeiten:

Gaskammer: Die Leute, die dort eingesperrt wurden, dachten, sie seien zur Entlausung hierhergekommen, weil die Kammer wie ein Baderaum aussah. Gleich darauf wurden die Metalltüren von außen verriegelt, sodass die Gefangenen nicht mehr hinauskonnten. Danach gelangte das Gas (Zyklon) in die Kammer. Kurze Zeit später starben die Leute.

Antisemitismus: Der Begriff „Antisemitismus“ entstand im 19. Jahrhundert und bedeutet Hass oder Feindschaft einzelner Personen oder ganzer Völker gegenüber Juden.

Holocaust: Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet ursprünglich „Brandopfer von Tieren“. Heute versteht man darunter die systematische Vernichtung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.

Resümee aus den Arbeitseinsätzen in Konzentrationslägern:
Mindestens 500.000 Menschen starben, weil sie nicht genug zu essen hatten und unter den unmenschlichen Bedingungen umkamen. Außerdem litten sie an psychischen Problemen und mussten während ihrer Haft sehr hart arbeiten und deshalb starben viele Leute an Erschöpfung.

 Die wichtigsten Konzentrationslager: • Auschwitz • Auschwitz – Birkenau • Dachau • Mauthausen • Buchenwald • Sachsenhausen • Mittelbau • Flossenbürg • Neuengamme

Maximilian Kampits, 8S1

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