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NaWi Woche, Mittwoch - Freitag

Nationalpark Donauauen - Ein Abenteuer das keiner so schnell vergisst!

Die Donau ist ein altbekannter Fluß. Die meisten wissen, dass die Donau der längste Fluss Europas ist, er im Schwarzwald entspringt und im Schwarzen Meer mündet, aber im Verhältnis dazu wissen wenige, dass es entlang der Donau den größten noch bestehenden Auwald weltweit gibt.

Und genau diesen Auwald wollten die 7N1 und die 7NIE mit Frau Professor Grill und Frau Professor Gaderer im Rahmen der NaWi-Woche erkunden. Mit Rucksäcken, Hüten, Campingausrüstung und tragbaren Laboren ausgerüstet trafen sich besagte Klassen am Mittwoch dem 2. Mai 2018 beim BG Babenbergerring um in den Bus zu steigen, der sie nach einigen Komplikationen auf der Fahrbahn letztendlich nach Eckertsau brachte. Genauer gesagt ins Nationalparkcamp Eckertsau. Nervös und gespannt stürmten die Schüler mit Koffern und Reisetaschen bepackt das Campinggelände und fanden sich auf einer schönen Wiese, geziert mit fünf großen Zelten für die Schüler und zwei weitere, etwas Kleineren für die Professorinnen. Nach einer kurzen Einschulung von den Nationalparkrangern und nachdem wir in Gruppen für die Zelte eingeteilt wurden und unsere Vorräte verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg durch den naheliegenden Schlosspark zum Nationalpark. Da wir zwei Klassen waren und eine so große Gruppe nicht gut zu leiten ist, teilten uns vor dem Nationalpark in Klassengruppen auf.

Im Auwald angekommen spürten wir gleich die Ruhe, welche dieser ausstrahlte. Es waren keine störenden Geräusche zu vernehmen. Alles war ruhig, nur das Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Blätter im Wind waren hörbar. Nach einigen Minuten wegzeit auf einem vorgegebenen Waldweg hielten wir an und bestimmen mich, um ich die Gruppe der 7n1 quer durch die Aue zu einem bestimmten Ziel, einem Hochwasserdamm, zu führen. Dies war ein spannendes Unterfangen. Mit Kompass ausgerüstet kämpften wir uns durchs Dickicht und über umgefallene Bäume bis wir schlussendlich die Lichtung und den Damm erblickten. Es war wunderschön und unser Abenteuer- und Forschungsdrang war erstmals gestillt. Doch nicht für lange. Schon auf der Lichtung entdeckten wir viele spannende Tiere und Pflanzen wie den giftigen Ölkäfer oder die tödliche Herbstzeitlose. Nach einer kurzen Rast ging es weiter und wir schritten wieder durch den Wald bis wir an der Donau angekommen sind und Rast machten. Am Weg dorthin wurde natürlich oft Halt gemacht um Wissenswertes zu besprechen und Neues zu lernen und zu beobachten. An der Donau rasteten wir dann und nahmen in kleinen Messbechern Wasserproben, die wir mit viel Sorgfalt am Abend untersuchten. Hierbei waren die tragbaren Labore sehr hilfreich. Beim Rückweg von unserer Raststelle konnten wir nochmals viele Tiere und Pflanzen sehen und nochmal die letzten Strahlen und Klänge des Auwalds genießen, bis es dann zu regnen begann. Glücklicherweise waren wir zu diesem Zeitpunkt schon fast zurück beim Camp und wahren Naturwissenschaftlern kann Regen ja sowieso nichts anhaben.

Am Camp angekommen liefen die ersten schon zu den Duschen im Campgebäude, auch wenn wir am ersten Tag etwas Probleme mit dem Wasser hatten. Die anderen teilten sich in zwei Stationen auf. Einige führten wie erwähnt die Wasserproben durch, andere begannen Salate zu kochen und Feuer zu machen um am Abend zu grillen. Nach einigen Spielen und Vergnügen und einer kleinen Nachtwanderung einiger Schüler und Frau Professor Grill zogen wir uns schließlich zurück in die Zelte um uns in der ersten, etwas harten Nacht, auszuruhen. Denn am nächsten Tag sollte es mit den Rädern nach Orth an der Donau ins Nationalparkzentrum gehen.

Nachdem es in der Nacht stark geregnet hat und es unerwartet kalt gewesen war, begaben sich die Schüler am Morgen etwas „zerstört“ aus ihren Zelten und begaben sich gesammelt zum Frühstück. Dann gestärkt und voller Energie stürzten wir uns auf die Räder und fuhren los. Nach ungefähr 30 Minuten waren wir in Orth angekommen und bekamen eine Führung von unserem Ranger. Anschließend besuchten wir auch einige Freigehege wo wir einige Schlangen und Schildkröten sehen konnten. Aber auch eine Station mit verwesenden Tieren war zu bestaunen. Erschöpft schwangen wir uns wieder auf die Räder und radelten einige Minuten zur Donau wo andere Ranger mit Booten bereits auf uns warteten. Wir wollten in Gruppen eine Bootstour auf einem Altarm der Donau unternehmen. Auch dort war einiges Wissenswertes und Interessantes verborgen und wir lernten eine Menge über die Donau und ihre Bewohner. Am Ende des Armes verweilten wir ein wenig und einige meiner Mitschüler erwiesen sich als echte Kletterkünstler als sie auf einen großen umgestürzten Baum und dessen Äste kletterten. Ein Wettrennen und eine Wasserschlacht mit dem Boot von Frau Professor Gaderer war ein denkwürdiger Abschluss des Abenteuers „Bootstour auf der Donau“. Anschließend radelten wir zurück ins Camp und genossen nach dem Abendessen unseren letzten Abend unter dem Sternenhimmel.

Am letzten Tag packten wir noch einmal unseren Wanderrucksack, denn es sollte zu zwei Tümpeln gehen wo wir Wassertiere keschern wollten. Dieser Tümpel war deshalb so geeignet, da hier keinerlei Fische wohnen und sich somit viele verschiedene Wasserinsekten entwickeln können. Nachdem wir viele verschiedene Tiere gefangen hatten und einige meiner Mitschüler ins Wasser gefallen sind kehrten wir um und machten uns auf die Heimreise ins Camp. Wieder wurden Wasserproben von den zwei Tümpeln untersucht und parallel dazu wurden in Binokulare die gefangenen Insekten begutachtet. Viel Interessantes konnte hier natürlich wieder erfahren werden. Dies war aber leider auch schon unser letzter Tag und wir mussten unsere Taschen und Koffer packen und uns langsam verabschieden. Einige Tage länger hätten aber sicher nicht geschadet.

Die Heimreise war sehr entspannt und sehr viele Schüler fielen im Bus gleich in einen Tiefschlaf nach den drei anstrengenden Tagen.

Ich glaube ich kann für alle sprechen, dass diese Reise sehr viel Spaß gemacht hat und wir alle lieber noch länger geblieben wären. Wir haben auch so viel Neues gelernt, was man sicherlich in der Schule nie so genau lernen kann – es war für uns alle eine Bereicherung.

Kunz Eric
7N1

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