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Tag der Sinne

7N2

Am 16. Februar verbrachten wir, die 7N2 mit unserer PUP-Lehrerin Mag. Sandra Scheweder einen „Tag der Sinne“ in Wien. Am Programm standen das Museum der Illusionen, der Dialog im Dunkeln und die neue Ausstellung HandsUp.

Das Museum der Illusionen ist ein interaktives Museum, welches optische Täuschungen, eines der interessantesten Themen im Fach Psychologie, in vielen verschiedenen Formen zeigt. Der „Armes Raum“ sowie der „Kopf auf dem Teller“ waren besonders erwähnenswerte Highlights der Ausstellung. Es gab immens viel auszuprobieren und zu entdecken.

Im Anschluss bekamen wir beim Dialog im Dunkeln die Gelegenheit, uns in die Welt eines Blinden hineinzuversetzen. In Gruppen von sieben bis acht Leuten gingen wir mit einem blinden Guide durch eine stockfinstere Halle. In den verschiedenen praxisnahen Situationen wäre der Weg ohne die Tipps unseres Guides ein hoffnungsloses Unterfangen gewesen. Wir erfuhren, dass der Tastsinn zu einem wichtigen Sinn wird, wenn man sich vorstellen möchte, wie Dinge „aussehen“. Auch auf Geräusche aus dem Hintergrund haben wir mehr geachtet als sonst. Das Ticken der Ampel war das beste Beispiel. Dennoch waren wir sehr erleichtert, aus der Halle hinausgehen zu können und wieder zu sehen. Viele Menschen haben diese Möglichkeit allerdings nicht, und wir haben großen Respekt vor jedem, der eine solche Herausforderung in seinem Leben meistert.

Auch bei der Führung von „Hands-Up“ gab es einen Guide mit besagter Einschränkung. Wir bekamen Kopfhörer und Ohrstöpsel, um die Geräusche abzuschirmen. Und obwohl wir trotzdem noch hören konnten und wir uns daher nicht so gut in die Lage eines Gehörlosen hineinversetzen konnten, haben wir doch einige Dinge mitnehmen können.

Auch der Alltag von gehörlosen Menschen, den wir in der Ausstellung HandsUp kennenlernen durften, scheint mit vielen Herausforderungen verbunden. Es gibt für Gehörlose trotz vieler Hindernisse aber bereits einfache Lösungen. Eine für hörende Menschen selbstverständliche Sache ist der Wecker in der Früh. Daran, dass man auch ohne zu hören einen Wecker braucht, denkt man als Hörender gar nicht. Die Lösung: ein vibrierender Kopfpolster. Sehr einfach aber eigentlich genial. Dieses Prinzip wird in gleicher Weise verwendet für die Türklingel, einen Feueralarm oder damit sich das aufgewachte Baby durch ein Babyfon bemerkbar machen kann.

Auch über die Gebärdensprache haben wir einiges erfahren und auch, dass Mimik und Körpersprache sehr wichtig für die Kommunikation sind. Eine Tatsache, die uns durch die gesprochenen Worte gar nicht mehr so bewusst ist.

Um respektvoll mit allen Menschen umgehen zu können, sind solche Erlebnisse wichtig und Horizont erweiternd.

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