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Wie wir unsere Umwelt wahrnehmen

Wien-Ausflug der 7s1

Am 4.April unternahm die 7S1 gemeinsam mit ihrer PuP-Lehrerin Mag.a Theresa Staudinger einen Ausflug nach Wien. Bei allen drei angesteuerten Destinationen konnten die SchülerInnen ihre Sinne auf Herz und Nieren testen bzw. erleben wie es sich anfühlt ohne sie auskommen zu müssen.

Museum der Illusionen

Nachdem sich die Klasse im PuP-Unterricht bereits eingehend mit dem Thema Wahrnehmung beschäftigt hat, bekam sie hier die Möglichkeit viele der bereits kennengelernten Konzepte selbst auszuprobieren. Das interaktive Museum bot den SchülerInnen die Möglichkeit der Schwerkraft in einem schrägen Raum zu trotzen, ihre MitschülerInnen beim Wachsen und Schrumpfen zu beobachten, im Vortex-Tunnel (rotierender Zylinder) den Boden unter den Füßen zu verlieren, den Kopf einer Freundin auf einem Tablett zu servieren oder ein Foto in einem unendlichen Raum zu machen. Im Gegensatz zu anderen Museen ist Fotografieren hier nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht, wodurch hier auch einige lustige Schnappschüsse entstanden sind.

Hands Up & Dialog im Dunklen

Gehörlos oder blind durch das Leben gehen? Für die meisten von uns ist dies unvorstellbar. Die beiden Ausstellungen Hands Up und Dialog im Dunklen machen jedoch genau dies möglich. Schalldichte Kopfhörer in der HandsUp-Ausstellung bzw. völlige Dunkelheit während der Dialog-im-Dunklen-Führung ließen die SchülerInnen nachempfinden, wie sich der Alltag für Menschen mit diesen körperlichen Einschränkungen anfühlt. Geführt von Guides mit ebenjener Beeinträchtigung bekam die Klasse einen horizonterweiternden Einblick in die Welt der Gehörlosen und Blinden.

Ein besonderes Augenmerk beider Ausstellungen waren die kleinen Dinge, die vollkommen gesunden Menschen selbstverständlich erscheinen, aber für Gehörlose und Blinde durchaus eine Herausforderung darstellen können bzw. Erfindungsreichtum erfordern. Denn wer hat sich zuvor wirklich die Frage gestellt wie Gehörlose morgens aufwachen, wenn sie den klassischen Wecker nicht hören können? Wie bemerken sie, dass jemand vor der Türe steht, wenn sie die Türglocke nicht hören? Wie rufen sie die Polizei, wenn normales telefonieren nicht möglich ist?

Die Guides gaben den SchülerInnen einen Einblick in ihr Leben und zeigten, dass es für all diese Fragen Lösungen gibt und heute glücklicherweise ein völlig normales Leben trotz Gehörlosigkeit bzw. Blindheit möglich ist.

Die beiden Führungen verdeutlichten vor allem zwei Dinge: Zum einen gibt es nicht nur eine Art und Weise die Welt wahrzunehmen. Und zum anderen gebührt all jenen, die ihr Leben trotz aller Widrigkeiten so hervorragend meistern unser aller Respekt.

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